Hi, ich bin Susan(n)
Und vielleicht das Wichtigste zuerst: Ich bin nicht die Expertin für dich. Das bist du selbst.
Ich kenne deinen Körper nicht besser als du.
Ich kenne deine Geschichte nicht besser als du.
Aber ich begleite dich aufmerksam, klar und mit viel Präsenz dabei, dich selbst (wieder) zu (er)spüren.
Lange Zeit haben andere Menschen mich vor allem als zart wahrgenommen.
Ich bin eher klein, kam ursprünglich aus dem Geräteturnen und bekam oft Sätze zu hören wie:
„Du wirkst wie eine Elfe.“
Und ja, das stimmt schon auch, aber es ist eben nur ein kleiner Teil von mir.
Denn in mir gab und gibt es auch Wut, Kraft, Lautstärke, Leidenschaft, Intensität und auch Albernheit.
Und genau das durfte ich übers Kickboxen zum ersten Mal wirklich erleben: kraftvoll zu sein, Raum einzunehmen und mich aus dieser einseitigen Zuschreibung von „klein und zart“ zu lösen.
Vielleicht berührt mich meine Arbeit auch deshalb so sehr.
Weil ich immer wieder sehe, was passiert, wenn Menschen sich erlauben, mehr zu sein als das Bild, das sie von sich haben oder andere von ihnen haben.
Wenn plötzlich Kraft auftaucht, eine Stimme hörbar wird, Grenzen spürbar werden, Wut da sein darf oder sich ein Körper in seinem Ausdruck und mit seinen Möglichkeiten bewegen darf, dann hat das ein bisschen etwas Magisches.
Ich arbeite körperorientiert und im Kontakt mit dir, möglichst sicher und klar geführt, mit Aufmerksamkeit für deine Grenzen und für das, was sich zeigen möchte.
Du musst dich bei mir nicht zurückhalten. Du darfst erkunden, wie es sich anfühlt, du zu sein, mit all deinen Gefühlen.
Das braucht Zeit und Vertrauen und manchmal ist es auch nicht möglich, die "Maske", die du aus Schutz dein Leben lang mit dir trägst, innerhalb von Wochen abzulegen. Das ist ok, denn es dient dir und deinem Schutz. Wir arbeiten mit dem, was gerade für dich möglich ist.
Seit vielen Jahren arbeite ich im pädagogischen und therapeutischen Bereich.
Genauso lange begleitet mich Bewegung durch mein eigenes Leben.
Früher als Leistung und oftmals einem Zweck dienlich, heute immer mehr als eine Möglichkeit, mich auf so unterschiedliche Art und Weise zu spüren und auszudrücken. Und auch, um Verbundenheit zu fühlen.
Mit den Jahren (ich werde im Juni 44 Jahre) hat sich mein Blick auf Bewegung wesentlich verändert.
Ich glaube, ein Körper muss nicht an seine Grenzen gebracht werden, um sich kraftvoll zu erleben – aber er darf sich ausprobieren und, wenn es gut tut, auch mal Grenzen verschieben.
Und bei aller Tiefe darf es auch leicht sein.
In meinen Stunden wird manchmal geweint, manchmal gebrüllt, oft geschwitzt und ziemlich oft auch gelacht.
Wenn du mit mir arbeitest, begegnen wir uns auf Augenhöhe. Wir sind im Kontakt, im Dialog, in deinem Tempo und mit deinen Möglichkeiten.